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In so vielen Liedern und Gedichten wird davon geschwärmt, dass zur Weihnachtszeit die Luft mit Musik und Düften erfüllt ist. Wie wichtig, dass wir auch unseren Teil dazu beitragen, dass es nie nur eine Geschichte bleibt, sondern dass wir selbst musizieren und gemeinsam für feine Düfte sorgen. (Anonym)

Beim letzten offiziellen Termin im Jahr 2024 haben die Sängerinnen und Sänger der “Eintracht” genau das im Sinn. Sowohl für das Publikum im Haus Felizitas, als auch für die eigene Vorbereitung auf Weihnachten hat der Chor einen kleinen Liederstrauß dabei. Es ist nun schon der zweite musikalische Besuch in dem Altersheim. Da auch ehemalige Chormitglieder im Haus residieren, ist der Auftritt Ehrensache. Kirchenschiff und Empore der hauseigenen Kapelle sind gut gefüllt. Die Bewohner können jedoch den Veranstaltungen auch per Übertragung von ihren Zimmern zuhören.

Damit alle Anwesenden nicht nur zuhören, sondern auch aktiv teilnehmen können, ist Sabine Fritzen, die Mutter des Dirigenten wieder mit dabei. Sie begleitet einige der Lieder mit Gitarre und leitet das Plenum dabei an, traditionelle Winter- und Weihnachtslieder anzustimmen. Viele der Besucher singen mühelos noch mehrere Strophen der bekannten Lieder auswendig mit.

Besonders aus den Chorstücken treten die beiden Stücke “Verleih uns Frieden” von Felix Mendelssohn Bartholdy und “Christmas Lullaby” von John Rutter hervor. Ersteres hat die “Eintracht” bereits auf dem diesjährigen Friedenskonzert gesungen. Die Bitte um Frieden wirkt in der kleinen romantischen Motette Mendelsohns viel verklärter und weniger fordernd als beispielsweise in der berühmten Fassung von Heinrich Schütz. Gleichzeitig birgt sie eine ungemeine Gewissheit, dass der erbetene Frieden denn auch einsetzen möge. Damit einher geht eine ganz für Mendelssohn typische Schönheit der Melodie. Der Komponist gilt nicht umsonst als einer der besten Komponisten für geschriebenes Wort.

Der Chor wird begleitet von Detlef und Irmlind, die seit diesem Jahr fest im Chor mitsingen. Beide musizieren auch extern in einem eigenen Ensemble. Im Anschluss an den Auftritt des Chors wird es auch eine kleine Kostprobe davon geben. Es ist die erste Gelegenheit für Detlef, vor Publikum einmal Orgel zu spielen. Lächelnd weist er das Publikum darauf hin, dass jetzt alle Teil einer öffentlichen Probe sind.

Das “Christmas Lullaby”, wie es im Original heißt, ist zum einen ein Wiegenlied für das an Weihnachten geborene Jesuskind, zum anderen aber auch gleichzeitig ein Mariengruß. Das sich wunderbar aufbauende Ave Maria bildet den Refrain. Das Lied erfreut sich nicht zuletzt wegen seiner simplen, aber schönen Melodie international großer Beliebtheit. Der Chor hat dieses Werk extra für den Auftritt einstudiert.

Als Dank für die bewegende Einstimmung auf Weihnachten und als Anknüpfung an den Wunsch nach Frieden bekommen alle Chormitglieder von der vorstehenden Schwester eine handgeschnitzte Holzfigur überreicht. Der Engel von Bethlehem ist aus Olivenholz und kann sowohl Handschmeichler als auch Vergiss-mein-nicht sein. So bleiben sowohl die Geste als auch der schöne Auftritt noch lange in guter Erinnerung.