Auf den 24. Februar war die von der Satzung für jedes Jahr vorgeschriebene Mitgliederversammlung des Gesangvereins „Eintracht 1863“ zeitlich mit der Gesangstunde im Vereinsheim in der Ferdinand-Dirichs-Straße 25 in Limburg terminiert, weil die Sängerinnen und Sänger ohnehin vor Ort sind. Fördernde Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins können und sollen sich auch einfinden. Dieser Ablauf hat sich in der Vergangenheit als sinnvoll erwiesen und bewährt. Pünktlich eröffnete Präsident Richard Sauer die Mitgliederversammlung und begrüßte die Anwesenden, darunter auch den Chorleiter David Fritzen. Daran schloss sich die Totenehrung an. Auch im vergangenen Jahr hat der Verein den Verlust von Mitgliedern durch Tod zu beklagen. Wenn der Verein nach über zweihundert Jahren nicht aufgeben soll, muss intensiv um neue Sängerinnen und Sänger, aber auch fördernde Mitglieder geworben werden. Dadurch, dass turnusmäßig Vorstandswahlen anstanden, war die Tagesordnung recht umfangreich. Das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung und der Geschäftsbericht für das Jahr 2025 waren schon im Vorfeld bekanntgemacht worden und wurden diskutiert. Neuwahlen des Vorstandes der „Eintracht 1863“ standen im Mittelpunkt der Versammlung in diesem Jahr.
Nach dem Totengedenken wurde von der stellvertretenden Kassiererin Gaby Herzog der Kassenbericht dargelegt. Von den Kassenprüfenden, Lieselotte Pilz und Wilfried Kloft, wurden ihr und ihrer Vorgängerin Roselies Bernau eine ordentliche und einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Die beantragte Entlastung der Kassierer erfolgte einstimmig.
Die bisherige Notenwartin Helga Wüst hat aus Altersgründen ihr Amt zur Verfügung gestellt. Sie wurde für ihr 30 Jahre mit großer Umsicht ausgeübtes Amt mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Zum Wahlleiter wurde Ludwig Quernheim bestimmt. Er dankte allen Vorstandsmitgliedern für die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit und beantragte die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erfolgte. Er dankte den Kandidaten für ihre Bereitschaft zur Kandidatur und leitete die Neuwahlen ein, die gestrafft durch die von ihm vorgeschlagene Wahl durch Akklamation vorgenommen werden konnten. Der neugewählte engere Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Präsident: Richard Sauer, stellvertretende Vorsitzende und Notenwartin: Ursula Krah, stellvertretender Vorsitzender: Walter Kunstmann, Kassiererin: Gaby Herzog, Schriftführer und stellvertretender Notenwart: Thomas Krah. Für den weiteren Vorstand wurden Wolfgang Roos als stellvertretender Kassierer, Anke Oehl als zweite Schriftführerin und Ludwig Quernheim als Pressewart wiedergewählt. Das Bild zeigt den neuen Vorstand; bei der Aufnahme fehlen Walter Kunstmann, Wolfgang Roos.
Präsident Richard Sauer stellte die Termine des Jahres 2026 vor. Außerdem wurde die Situation im Männer- und Frauenchor eingehend erörtert, Chorleiter David Fritzen berichtet ergänzend über die Planungen für das Jahr 2026 und stellt in groben Zügen sein Konzept „Tischkonzert“ vor, denn neben den „üblichen“ Terminen wird es im Herbst ein Konzert und auch am 1. Dezember wieder einen Familiennachmittag geben. Auch ein Tagesausflug nach Wiesbaden ist geplant.
Wie viele andere Gesangvereine in der Region leidet auch die „Eintracht“ zunehmend unter den Folgen der Überalterung, Nachwuchs fehlt. Selbst mehreren intensiven Versuchen in der Vergangenheit war kein Erfolg beschieden. Die „Eintracht“ ist älter als allgemein bekannt, weil sie aus dem bereits im Jahr 1818 gegründeten Gesangverein „Concordia“ (lateinisch „Eintracht“) und dem Domgesangverein von 1827 im Jahr 1863 als Rechtsnachfolgerin hervorgegangen ist. Somit ist der Verein bereits 208 Jahre alt. Die Verantwortlichen hatten sich damals dafür entschieden, nicht, wie üblich, das Gründungsjahr der „Concordia“ zu übernehmen, sondern das Jahr der Zusammenlegung als Gründungsjahr für die „Eintracht“ festzulegen. Leider!
Nachdem der Präsident die Mitgliederversammlung mit guten Wünschen für den Verein und alle Anwesenden geschlossen hatte, endete die Mitgliederversammlung mit dem gemeinsamen Singen der Vereinshymne Eintracht und Liebe unter der Leitung von Dirigent David Fritzen.